Dart Geschichte und Entwicklung

Dart GeschichteDart Geschichte und Entwicklung

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit, schlägt das Herz eines jeden Dartspielers wieder höher. Denn dann beginnt die Zeit der Dart Weltmeisterschaft. Diese ist nicht wie im Fußball alle 4 Jahre. Nein, jedes Jahr treffen sich die Besten Darter der Welt, um um die begehrteste Trophäe des Dart Sports zu spielen.

Die Rede ist von der „Sid Waddell Trophy“, die benannt nach dem im August 2012 verstorbenen britischen Fernsehkommentator Sid Waddell ist. Sid Waddell hatte den Spitznamen „The voice of Darts“ und war lange Zeit Kommentator für Dartübertragungen bei SkySports.

 

Nun schwappt der Dart Trend immer mehr nach Deutschland über. Seit einiger Zeit, überträgt Sport1 sämtliche Dart Turniere im FreeTV. Eine Auflistung der Sendezeiten finden Sie in unserem Ratgeber. Und seit dem Ende des Jahres 2015 gibt es eine Dart Zeitung, die die wichtigsten Informationen rund um das Thema Dart ausführlich beschreibt. Aber auch die Beteiligung von Freizeitspielern hat sich in den letzten Wochen und Monaten drastisch erhöht. Dies merkt man vor allem daran, dass es viel mehr Dartturniere gibt, die für jede Spielstärke geeignet sind. Dies ist vor allem den Jungs und Mädels der Radikal Darts Turnier Organisation (RDTO) geschuldet.

Durch die neuartigen Dartgeräte, gibt es immer die Möglichkeit an einem Turnier oder einer Monatsrangliste teilzunehmen. Da diese Automaten mit dem Internet verbunden sind, lässt sich beispielsweise zu jeder Tageszeit, ein kleines Spielchen gegen eine andere Mannschaft bestreiten. Dabei ist es egal, wo diese herkommt. Ob Australien, Asien oder Amerika. Das Internet machs möglich! Viel weiter möchte ich aber auf diese Materie nicht eingehen. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, können Sie die Website der RDTO besuchen. Dort wird in alles haargenau erklärt.

 

Die Dart Geschichte:

Um die Entstehung des Dartsports gibt es viele Vermutungen, die sich mit zahlreichen Möglichkeiten beschäftigen. Aufzeichnungen aus dem 19. Jahrhundert lassen vermuten, dass England das Mutterland des Darts ist.

Der Name „Darts“ stammt jedoch aus dem Französischen. Die Franzosen pflegten bei Schlachten kleine speerähnliche Wurfpfeile als Waffen einzusetzen – die Darts. Auch in England war diese französische Waffe bekannt; angeblich schenkte Anne Boleyn ihrem Mann Heinrich VIII. einen Satz dieser Pfeile. Trotz der Herkunft wird das Spiel in Frankreich heute Les fléchettes genannt.

Nach Keith Turner sind die Darts die jüngsten pfeilähnlichen Waffen. Sie entstanden nach seiner Recherche im 5. Jahrhundert vor u. Z. Pfeil und Bogen wurden vor 30.000 Jahren erstmals verwendet, Wurfspeere bereits vor 400.000 Jahren.

Der Dart Sport dagegen entstand wahrscheinlich zwischen 1860 und 1898. Im letztgenannten Jahr ließ ein Amerikaner, die ersten für Darts entwickelten Papier-Flights (Flügel am Ende des Schaftes zur Stabilisierung des Flugverhaltens) patentieren. Die ersten sportlichen Dart Wettbewerbe fanden Anfang des 20. Jahrhunderts in Großbritannien statt.

1908 wurde das Dartspiel zum Geschicklichkeitsspiel erklärt mit der Folge, dass es nun in Pubs gespielt werden durfte. Es wird berichtet, dass der Gastwirt Jim Garside, Inhaber des Adelphi Inn, Leeds, wegen Wetten auf ein Glücksspiel (nämlich Darts) angeklagt war. Während der Gerichtsverhandlung gegen ihn ging er mit Unterstützung des besten Dart Spielers der Gegend, William ‚Bigfoot‘ Anakin, in die Offensive.

Man hängte eine Dartscheibe im Gerichtssaal auf und William ‚Bigfoot‘ Anakin bewies dem Gericht seine Treffsicherheit, indem er dreimal die 20 traf. Ein Gerichtsdiener, der ihm nacheifern wollte, traf nur mit einem Pfeil die Scheibe. Woraufhin Anakin die Demonstration seiner Treffsicherheit nochmals steigerte, indem er dreimal die zweifache 20 traf. Von so viel Können waren die Richter beeindruckt und fällten das Urteil: This is no game of chance – Dies ist kein Glücksspiel.

 

Die Anordnung der Zahlen:

Ähnlich wie beim Bogenschießen liegt der Ursprung der Dartscheibe bei den Wagenrädern. Diese wurden in England zum Zielschießen verwendet. Später wurden den Abständen zwischen bestimmten Speichen besondere Werte zugeschrieben, während der Treffer in der Nabe (Bull’s Eye) immer den höchsten Wert hatte. Die Dart Scheibe (engl. Dartboard) unterteilt sich in 20 Segmente mit der Wertigkeit 1 bis 20 und den Mittelpunkt Single Bull = 25 und Bull’s Eye = 50 Punkte.

Die Segmente verteilen sich (im Uhrzeigersinn, beginnend bei 12 Uhr) wie folgt um den Mittelpunkt:

20 – 1 – 18 – 4 − 13 – 6 – 10 – 15 – 2 – 17 – 3 – 19 – 7 – 16 – 8 – 11 – 14 – 9 – 12 – 5.

Diese Anordnung der Zahlen auf einer Dart Scheibe wurde 1896 vom englischen Zimmermann Brian Gamlin festgelegt und sollte wahrscheinlich zur Bestrafung von Ungenauigkeit dienen und das Element des Zufalls einschränken. Die Zahlen sind so angeordnet, dass sie Treffsicherheit erfordern. Deswegen liegen neben zweistelligen Zahlen zumeist einstellige Zahlen (zum Beispiel die 20 zwischen 1 und 5).

Das Zentrum der Dart Scheibe ist in zwei unterschiedliche Felder unterteilt. Der äußere Ring, das Bull (auch: Single-Bull genannt) zählt 25 Punkte. Der innere Kreis, das Bull’s Eye (auch Double-Bull genannt), zählt 50 Punkte. Das Bull’s Eye darf in der Spielvariante Double-Out zum Beenden eines Legs (bzw. zu Spielbeginn mit Double-In) verwendet werden, da es als Doppel-Feld zählt. Der innere schmale Ring der Dart Scheibe ist das Triple Feld (im Englischen auch Treble). Trifft ein Pfeil in diesen Bereich, verdreifacht sich der Wert des Feldes. Der äußere schmale Ring (Double) verdoppelt die Punktzahl.

 

Die Entwicklung des Dartsports in Deutschland:

Aufzeichnungen zufolge, ist der Dartsport in Deutschland wohl erst in den 1970er Jahren entstanden. 1979 gab es nur 7 Dartvereine in Deutschland. Entstanden sind die Vereine überall dort, wo es amerikanisches, englisches und kanadisches Militär gab. Daher gab es auch in fast allen Vereinen englische, irische, amerikanische und kanadische Spieler. Am 21. August 1982 wurde dann der Deutsche Dart Verband (DDV) in Wiesbaden gegründet.

Der Deutsche Dart Verband e.V. ist der nationale Dachverband für den Dartsport in Deutschland. Er wird von der World Darts Federation, die der Vereinigung der internationalen Sportverbände SportAccord angehört, als allein zuständiger Dart-Verband für Deutschland anerkannt und ist seit Dezember 2010 Mitglied im  Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB).

 

Der Deutsche Dart Verband hat ungefähr 11.000 Mitglieder (Stand: Dez 2010), die in 13 festen Landesverbänden im DDV organisiert sind. Der Deutsche Dart Verband besteht aus diesen Landesverbänden:

Klicken Sie einfach, auf den Dartverband in ihrem Bundesland und informieren Sie sich über den Dartsport in ihrer Region.

 

Der Deutsche Dart Verband führt in regelmäßigen Abständen unterschiedliche Ranglisten für Herren, Damen, Junioren und Juniorinnen durch. 

Die Rangliste wird zur Hilfe genommen, um das DDV-Nationalteam (speziell für den World-Cup und Europa-Cup) zu nominieren.
Der Sieger der Herrenrangliste nimmt darüber hinaus an der Ausscheidung zur W

Die wichtigsten Turniere sind nach den Deutschen Meisterschaften und den German Masters die drei Weltranglistenturniere (Bull’s German Open in Bochum), der German Gold Cup in Bremen und die Dortmund Open. Die Bull’s German Open gehört mit knapp 1600 Teilnehmern im Einzel (Senioren und Junioren) zu bestbesuchendsten Dart-Turnieren in Deutschland.

Im Deutsche Dart Verband wird auch Mannschaftssport betrieben. In den Landesverbänden der einzelnen Bundesländer gibt es eine feste Ligastruktur. Bis zum Jahr 2004 haben die Landesverbände immer die jeweiligen Landesmeister und weitere qualifizierte Teilnehmer zur Deutschen Mannschaftsmeisterschaft entsendet. An einem Wochenende wird dann der Deutsche Mannschaftsmeister für das jeweilige Jahr ausgespielt.

Seit dem Jahr 2005 richtet der DDV eine Bundesliga aus. In zwei 9er Gruppen gibt es eine Bundesliga Nord und eine Bundesliga Süd. Dort werden an 8 Spieltagen die Teilnehmer der Bundesligaendrunde ermittelt. In den ersten beiden Jahren haben sich die jeweils zwei Erstplatzierten der beiden Staffeln für die Endrunde qualifiziert. Im Jahr 2007 wurde die Anzahl der Endrundenteilnehmer auf 8 Teams erhöht, nun nehmen die jeweils vier erstplatzierten Teams an der Endrunde teil.

 

Hier die Ergebnisse der letzten Jahre:

JahrMännerFrauenMannschaftsmeister
2000Thomas WilleHeike Ernst1. DSC Bochum
Mai 2001Ulrich Meyer-SchlüterHeike ErnstDIG Neu-Isenburg
Oktober 2001Tomas SeylerBianka StrauchDIG Neu-Isenburg
2002Andree WelgeTrixi Kröckel1. DC Wuppertal
2003Tomas SeylerHeike Ernst1. DSC Bochum
2004Tomas SeylerHeike ErnstDIG Neu-Isenburg
2005Andreas KröckelHeike Ernst1. DSC Bochum
2006Michael RosenauerMarene CsepeliDC Vegesack Bremen
2007Colin RiceBianka Strauch1. DSC Bochum
2008Andree WelgeMonique LeßmeisterVikings DC Berlin
2009Karsten KochKarina KänzigDC Vegesack Bremen
2010Kevin MünchStefanie LückDC Vegesack Bremen
2011Klaus RohledererIrina ArmstrongDC Vegesack Bremen
2012Marko PulsIrina ArmstrongDC Vegesack Bremen
2013Kevin MünchAnne WillkommDartspub Walldorf
2014Daniel ZyglaStefanie LückDV Kaiserslautern
2015--DC Vegesack Bremen
2016noch ausstehendnoch ausstehendnoch ausstehend

 

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